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  • Mia Seeger Preis 2005

    Was mehr als einem nützt

    Unter diesem Motto schreibt die Mia Seeger Stiftung jedes Jahr ihren Wettbewerb für den Nachwuchs aus. Er richtet sich an junge Designerinnen und Designer – Absolventen der Studiengänge Industriedesign/Produktgestaltung, Innenarchitektur/Möbeldesign, Investitionsgüter- oder Transportation Design an deutschen Hochschulen

    Mia Seeger Preis 2005
    Auszeichnung für Diplom- oder vergleichbare Entwurfsarbeiten.
    Voraussetzung: Diplom zwischen 2003 und 2005

    Jury
    Prof. Karin Kirsch, Stuttgart
    Heike Schnabel, Schneider Industrial Design, Schorndorf
    Michael Daubner, Burkhardt Leitner constructiv GmbH, Stuttgart
    Andreas Dimitriadis, Phoenix Design, Stuttgart
    Stefan S. Handt, DaimlerChrysler AG, Sindelfingen

    1. Preis / 5.000 €

    Blindlings wenden


    Im Wettkampf oder beim Training legt der blinde Schwimmer alternativ oder zusätzlich zum Kopfband seiner Schwimmbrille ein Band an, in das die ganze Elektronik für Empfang und Abgabe von Ton- oder Vibrationssignalen eingebaut ist, einschließlich Akku, Ladeanzeiger und Schalter. Geeignete Funksignale kommen von zwei handtellergroßen Ringen, die mit einer einfachen exzentrischen Mechanik an den Trennseilen zwischen den Schwimmbahnen befestigt werden.

    Jury
    Nun braucht keiner mehr den Schwimmer vom Beckenrand aus am Kopf antippen, damit der am Ende der Bahn rechtzeitig wende. Das übernimmt jetzt viel präziser eine Technologie, die in eine unkompliziert zu handhabende Gerätschaft verpackt ist. Zur individuellen Einstellung braucht der Nutzer sich nur an die Schläfe zu greifen. Naturgemäß ist die Gestalt des Empfangsgeräts aus der Stromlinienform entwickelt.

    Entwurf

    Nicole Losos: “anoptys – System eines mobilen Wenderichters für sehbehinderte Schwimmer”
    Rebenring 52 a
    38106 Braunschweig
    Mobil 0179 7004358
    e-mail nicole.losos@web.de


    Hochschule

    Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

    3. Preis / 3.000 €


    Meer Wasser Trinken
    Grundidee ist, mit minimalem technischem Aufwand und allein mit Hilfe der Energie von Sonne, Wind und Wellen das Wasser vom Salz zu trennen. Dazu dient ein Modul, das im Meer schwimmt und je nach Bedarf mit weiteren Modulen verkettet werden kann. Der springende Punkt daran ist, den warmen Verdunstungs- und den kalten Kondensationsbereich in enger Nachbarschaft anzuordnen (s. Funktionsschema).

    Jury
    Leicht lässt sich heute mit viel Technologie und Energie aus Meerwasser Trinkwasser gewinnen. Hier aber läuft der atmosphärisch-natürliche Prozess des Regenmachens in einer wagenradgroßen Schale ab. Wodurch die Chance eröffnet wird, dass auch in weniger hoch entwickelten Strukturen das Lebensmittel Wasser preiswert zu haben ist.

    Entwurf

    Sönke Hoof: “Wasseraufbereitungssystem”
    Topsstraße 5
    10437 Berlin
    Telefon 030 44044424
    Mobil 0179 9924504
    e-mail s.hoof@web.de

    Hochschule
    Kunsthochschule Berlin-Weißens

    Anerkennungen

    Stoff zum Nachdenken


    Zwei Bände theoretischer Untersuchungen, der erste eine Geschichte des Lebensmittelhandels, der zweite eine Wegbeschreibung von Waren und Kunden, bereiten das Konzept einer “Nahbar” vor, einem Depotsystem, das die regionale Verteilung und die kurzzeitige Aufbewahrung löst.

    Jury
    Eine außerordentlich breit angelegte, detailreiche Studie erarbeitet die theoretischen Grundlagen des lebenswichtigen Themas Nahrung und mündet in einen Lösungsvorschlag, der die urbanen Infrastrukturen in Rechnung stellt.

    Entwurf

    Britta Becker: “Food for Thought. Zur Schnittstelle Customer – Lebensmittelhandel”
    Diebachsweg 5
    34123 Kassel
    Telefon 0561 4302236
    e-mail bbsign@web.de

    Hochschule
    Kunsthochschule Kassel

    Ski und Radl gut


    Nun auch in schneefreier Zeit haben Skifahrer und Snowboarder ein Gefährt, mit dem sie auf vorhandenen alpinen Anlagen, Pisten und Liften, ihren sportlichen Ambitionen kniend oder stehend nachgehen können. Zusammengeklappt ist es überallhin mitzunehmen und spricht so die mobilen 13- bis 35jährigen an.

    Jury
    Der Entwurf greift zwar gegenwärtige Trends auf, konzipiert aber ein seriöses Sportgerät, das die Geschicklichkeit herauszufordern und überhaupt den Sportsgeist zu erfrischen vermag, also das Potenzial hat, eine neue Sportart zu begründen.

    Entwurf

    Hannes Füting: “Keiler – Entwicklung und Gestaltung eines neuen Downhill-Sportgerätes”
    Dachauerstraße 419
    80992 München
    Mobil 0176 24739675
    e-mail hannes@zimmertemperatur.de

    Hochschule
    Fachhochschule Coburg

    Mitbringsel aus der Zukunft


    Der Bericht von einer imaginären Reise zu einer Unter- und Überwasserstadt entwirft eine Vision amphibischen Lebens. Darin stellen auch vier Protagonisten ihre Schutz- und Hilfsgerätschaften für den Alltag vor. Profilsohlen, ein schwimmfähiges Handy, Seifstein und Salzneutralisierer sind ihre Geschenke an die Verfasserin.

    Jury
    Zu Fluten und Überschwemmungen führende Klimaveränderungen legen nahe, sich einem Leben mit mehr Wasser zu widmen. Hier geschieht es in einem charmant dargebotenen, sorgfältig ausgearbeiteten Szenarium mit geistreichen Lösungsansätzen.

    Entwurf

    Antje Grosch: “Die Entwicklung des Menschen zum amphibischen Wesen – Eine Reise nach Saya”
    c/o Jobst
    Schloßstraße 16 A
    14059 Berlin
    Mobil 0176 24049424
    e-mail antjegrosch@gmx.de

    Hochschule
    Universität der Künste Berlin

    Erntearbeit im Wald


    Wie auf einem Motorrad soll der Waldarbeiter in einer voll drehbaren Kanzel sitzen und, schwingungsentkoppelt von Motor und Kran, alle Bewegungen seines Arbeitsgeräts steuern. Das Neueste an Technologie wird aufgeboten, um dem Hersteller hinsichtlich Bedienung, Sicherheit, Wartung, Antrieb, Beleuchtung usw. eine visionäre Studie für 2012 zu vermitteln.

    Jury
    Leicht vergisst man, dass Arbeitssicherheit und Ergonomie nicht nur ökonomische, sondern auch und eigentlich zuerst soziale Bedeutung haben, – nicht aber, wenn sie so intensiv und vielschichtig wie an diesem Beispiel bearbeitet werden.

    Entwurf

    Dirk Kochale: “METSÄ VISION – a new Harvester-Concept for Ponsse Oyj”
    Abelmannstraße 31
    30519 Hannover
    Telefon 0511 8483844
    e-mail dirk@kochale.de
    Björn Bornemann, Dipl Designer (FH)
    research design development
    Dyson Malmesbury UK
    24 Park Close, SN 16 OBX
    Malmesbury, Wiltshire / England
    Televon +44 1666 824566
    Mobil +44 79 62509842
    bjoern.bornemann@gmx.de

    Hochschule
    Fachhochschule Hannover

    Ort für Vitalität


    Das Küchenkonzept für älter gewordene, aber lebenslustig gebliebene orientiert sich an deren Fähigkeiten zu sehen, zu greifen, sich zu bewegen und sich zu erinnern. Von der Formatierung des Korpus bis zum Nischensystem und den einzelnen Arbeitsbereichen wie Spülen oder Kochen sind neue Lösungen ausgearbeitet.

    Jury
    Einer auf Befragung gegründeten Zielgruppenanalyse folgt ein Konzept, das die Bedürfnisse der anvisierten Altersgruppe konsequent umsetzt. Technisch anspruchsvoll ist eine Fülle von Detaillösungen in ein ansprechendes Gesamtbild eingefügt.

    Entwurf

    Diana Kraus: “Küchenkonzept 50 PLUS – ausgerichtet an den Bedürfnissen älterer Menschen”
    Unterdorf 14
    97505 Geldersheim
    Mobil 0172 1024536
    e-mail diana.kraus@web.de

    Hochschule
    Fachhochschule Coburg

    Handy für i-Männchen


    Ein Mobilfunkgerät, am Handgelenk getragen, soll ermöglichen, dass Grundschulkinder mit max. drei Bezugspersonen kommunizieren, die Zeit ablesen und in der Not einen Ortungsruf absetzen können. Die Anzeigefunktionen sind entweder digital oder analog-farblich codiert.

    Jury
    Höchste Zeit, sich mit dem Handy für kleinere Kinder auseinanderzusetzen. Zu vermeiden wird es nicht sein. Daher empfiehlt sich der Ansatz, die Funktionen auf solche zu beschränken, die für das Kind – und die Eltern! – auch wirklich wichtig sind.

    Entwurf

    Kerstin Philipp: “HANDY – Fluch oder Segen für Kinder im Grundschulalter”
    Wolfframsdorffstraße 25
    06844 Dessau
    Telefon 0340 2303322
    e-mail tin_phil04@yahoo.de

    Hochschule
    Hochschule Anhalt (FH)