• Design 1st Beratung
  • Design Bibliothek
  • Online-Adressen
  • Über uns
  • Mia Seeger Stiftung
  • Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG, Meßstetten-Tieringen

    Wie sitzen?

    Was in der Neuzeit langsam begonnen hat, nämlich, dass die Menschen sich an das Kulturgerät Stuhl gewöhnen – früher war das weltlichen und kirchlichen Herrschern vorbehalten – ist heute weit verbreitet. Wir sitzen fast überall: beim Arbeiten, Essen, Fernsehen, Spielen, am Computer, beim Zahnarzt oder Friseur, im Gefängnis oder zu Hause, im Auto oder Flugzeug.

    Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen, eingeschränkte Blutzirkulation in den Beinen, verminderte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit können Folgen falschen Sitzens sein. Dem abzuhelfen, haben sich die Sitzspezialisten der Firma Interstuhl vorgenommen. Ihr Motto: „Vom Sitzen verstehen wir mehr.”  Interstuhl ist heute eine Stuhlschmiede ersten Ranges.

    Angefangen hat alles tatsächlich mit einer Schmiede, die Wilhelm Link 1930 in Tieringen mitten auf der schwäbischen Alb eröffnet. Zähigkeit und Ausdauer helfen ihm, die Weltwirtschaftskrise, den Zweiten Weltkrieg, die Trümmerjahre und die Währungsreform erfolgreich zu überstehen. Wiederaufbau und Wirtschaftswunder folgen.

    Aber dann kommt seine große Krise: Pferde werden immer weniger, Hufschmiede kaum noch gebraucht. Jetzt steht er vor der Wahl, seinen erlernten Beruf an den Nagel zu hängen oder seine Fähigkeiten anders einzusetzen. Unterstützt von seinem Sohn Werner entscheidet er sich für Letzteres. Er erkennt eine neue Chance: In der Region boomt die Textilindustrie. Es werden immer mehr Näherinnen eingestellt und die brauchen geeignete Stühle. So fertigen Wilhelm und sein Sohn Werner Link von 1961 an industrielle Arbeitsstühle.

    „Das ist Change-Management”, erklärt Werner Link, der heute zusammen mit seinen Söhnen Joachim und Helmut das Familienunternehmen führt. „Und dieser Haltung sind wir seither immer treu geblieben.”  Einer Haltung, die Veränderungen und gesellschaftlichen Wandel nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung begreift und als Chance nutzt.

    Vier Jahre später macht das Unternehmen – jetzt bereits mit zehn Mitarbeitern – einen Umsatz von einer Million Mark. 1967 wird die Marke Interstuhl geschaffen. 1975 ist die Mitarbeiterzahl auf 85 und der Umsatz auf 12,5 Millionen Mark angewachsen. 1996 wird der Markenname Interstuhl auch zum Firmennamen.

    Das Unternehmen richtet sich nun zunehmend designorientiert aus. Das zeigt sich besonders beim Bürostuhl „Silver”, der bereits vor seiner Markteinführung 2004 mit Designpreisen ausgezeichnet wird und für Aufsehen sorgt. „Silver” gehört zur Marke „interstuhl“, die für gut gestaltete, innovative Sitzlösungen für das moderne Büro steht. Auch für Arbeiten jenseits des Schreibtisches bietet Interstuhl spezialisierte Sitzlösungen an. Mit der Marke „bimos” zählt das Unternehmen heute in Europa zu den unangefochtenen Marktführern für Industriearbeitsplätze. Was 1961 mit den ersten Arbeitsstühlen für die Textilnäherinnen angefangen hat, hat sich heute zu einem breiten Produktprogramm entwickelt.

    .

    Interstuhl ist nicht nur Stuhlschmiede, sondern auch Denkschmiede. So haben die Sitzspezialisten den Mut, gängige Lehrmeinungen in Frage zu stellen und sich in gedankliches Neuland zu wagen. Das zeigt sich beispielsweise im Interstuhl-Ergonomiekonzept, das zusammen mit dem Fraunhofer Institut entwickelt und in dem preisgekrönten Buch „Über den Stuhl hinaus oder Früher sagte man dazu Ergonomie” veröffentlicht wurde. Darin bekennen sich die Fachleute von Interstuhl zum Sitzen als dynamischem Prozess: Statt sich  auf eine bestimmte Sitzhaltung festzulegen, sollte man immer wieder die Haltung  wechseln. Genau das fördern die Interstuhl-Stühle mit ihren zahlreichen Verstellmöglichkeiten. Richtiges Sitzen mit häufig veränderter Sitz-Position führt zu natürlichen Be- und Entlastungen der Muskulatur und der Bandscheiben.

    Heute hat sich das unabhängige, inhabergeführte Unternehmen zu einem der führenden europäischen Sitzmöbelhersteller entwickelt mit über 550 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 110 Mio. Euro. Interstuhl produziert auf der Schwäbischen Alb und liefert immer mehr ins Ausland, mittlerweile 33 Prozent. Gerade dort wird das deutsche Handwerksgut hoch geschätzt. Interstuhl gilt als Wegbereiter innovativen Designs in Verbindung mit hohem technischen Niveau.

    www.interstuhl.de