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  • Focus Green

    Internationaler Designpreis Baden-Württemberg 2008

    Im Jahr 2008 schrieb das Design Center Stuttgart den Internationalen Designpreis Baden-Württemberg unter dem Themenfokus „Green“ aus. Das einzigartige Profil des Wettbewerbs bedeutete für Gestalter und Unternehmer erneut eine besondere Herausforderung. Die Produkteinreichungen mussten sowohl den Anforderungen nach höchster Designqualität und gleichzeitig einschlägigen Kriterien zur Beurteilung der Umweltverträglichkeit entsprechen. Mit Focus Green griff das Design Center Stuttgart einen zur Zeit dominierenden Trend auf, denn die Nachfrage nach umweltorientierten Produkten steigt im Markt ständig.

    Alle Preisträger wurden in einer mehrwöchigen Ausstellung im Ludwigsburger Werkzentrum Weststadt der Öffentlichkeit präsentiert.

    Preise
    An Focus Green beteiligten sich Unternehmer und Designer aus dem In- und Ausland mit insgesamt 230 Produkten, die sich der kritischen Jury in 12 verschiedenen Kategorien zu stellen hatten. Die sechsköpfige Jury wählte insgesamt 66 Preisträger aus. 55 Produkte erhielten den „Focus in Silber“ für herausragende Designleistungen. Die Premiumauszeichnung „Focus in Gold“ ging an weitere elf Produkte. Erstmalig konnte der „Focus in Gold“ so zahlreich vergeben werden – ein erfreuliches Indiz für das hohe Niveau der Einreichungen.

    Jury
    Im Jahr 2008 bewerteten die folgenden Experten in der zweitägigen Jurysitzung alle Produkteinreichungen:
    • Roland Heiler, Porsche Design, AT
    • Nicola Stattmann, Büro Nicola Stattmann, DE
    • Alex Terzariol, MM Design, IT
    • Ursula Tischner, econcept, DE
    • Andrew Wong, frog design, DE
    • Martin Zentner, Konradin Medien Group, DE

    Objektivität und Seriosität kennzeichnen die Focus-Wettbewerbe Jahr für Jahr in hohem Maße. So erfolgte auch die Beurteilung der Einreichungen zu Focus Green fast ausschließlich am Originalprodukt. Lediglich besonders sperrige Produkte und Investitionsgüter wurden über fotografische Darstellungen präsentiert. Produkte der Juroren waren grundsätzlich vom Wettbewerb ausgeschlossen.

    Kategorien und Kriterien

    Die Produktbewertung erfolgte in zwölf Kategorien, in denen jeweils maximal ein „Focus in Gold“ vergeben werden konnte:
    Industrie und Gewerbe, Architektur und öffentlicher Raum, Energie- und Gebäudetechnik, Beleuchtung, Medizin und Rehabilitation, Hausgeräte, Küche, Interior, Objektmöblierung, Kommunikation, Freizeit und Outdoor.
    Neben den klassischen Designkriterien wie Gestaltungsqualität, Innovationsgehalt, Ergonomie, Funktionalität, sowie emotionale Wirkung spielten ökologische Merkmale die wesentliche Rolle. Hierzu zählten Material- und Energieeffizienz, Reparaturkonzepte, Demontage- und Recyclingmöglichkeiten sowie als wichtigstes Merkmal die formale Langlebigkeit zur Verlängerung der Nutzungsdauer.

    Benefit für Preisträger
    Der nicht kommerzielle Wettbewerb und die günstigen Teilnahmegebühren ermöglichen es auch kleineren und jungen Unternehmen, sich mit ihren Produkten auf internationaler Ebene zu messen. Der Benefit für die Preisträger wird insbesondere bei der Marktkommunikation spürbar: Die Label „Focus in Gold“ und „Focus in Silber“ sind Qualitätszeichen und beliebte Produktkennzeichnungen. Außerdem verhelfen die Preisverleihung im festlichen Rahmen, die mehrwöchige Ausstellung in den attraktiven Räumlichkeiten im Ludwigsburger Werkzentrum Weststadt, die Internet-Präsentation sowie die Publikation im weltweit vertriebenen Jahrbuch zu öffentlicher Präsenz und Wahrnehmung.

    Silberpreisträger 2008

    Preisträger Focus in Gold

    “SonicTC™” – Akustische Materialprüfanlage

    Kategorie Industrie und Gewerbe

    Hersteller
    RTE Akustik + Prüftechnik GmbH
    D-76327 Pfinztal/Karlsruhe
    www.rte.de
    Design
    bgp-design
    Knut Braake, Stefan Grobe
    D-70563 Stuttgart
    www.bgp-design.com
    Vertrieb
    RTE Akustik + Prüftechnik GmbH
    D-76327 Pfinztal/Karlsruhe
    www.rte.de

    Die Anlage „SonicTC™“ arbeitet mit einer völlig neuen und revolutionären Prüftechnik für unterschiedliche Werkstoffe, zum Beispiel für Gussteile, Bremsscheiben oder auch keramische Produkte. Wo früher zeit- und energieaufwändige Prozesse notwendig waren, reicht jetzt ein kurzer mechanischer Impuls aus. Und sie arbeitet zerstörungsfrei und ressourcenschonend ohne Einsatz von Chemikalien oder energieintensiver Röntgentechnologie.
    Pro Stunde können bis zu 4 500 Prüfteile – on the fly –, also im schnellen Durchlauf, direkt auf einem Transportband auf Gefügefehler, Risse oder Lunker geprüft werden.
    Die kompakte und autarke Funktionseinheit ist eine reine Stahlblechkonstruktion, die entsprechend dem rauen Produktionsumfeld sehr widerstandsfähig und langlebig ist. Dank der flexibel gestalteten Struktur kann „Sonic TC™“ an unterschiedlichste Transportbänder angebracht werden ohne zusätzlichen mechanischen und elektrischen Aufwand. So lässt sich die Anlage in verschiedenen Produktionsprozessen flexibel einsetzen – ein wirtschaftlicher Vorteil.

    Jury:
    Durch den Einsatz von Schall bei der Materialprüfung werden hochenergieverbrauchende Techniken, wie Röntgen, oder der Einsatz von Chemikalien vermieden. Mit dem Einsatz einer neuen Technologie werden Ressourcen geschont. Gut ist, dass direkt im Produktionsprozess geprüft werden kann und Ausschuss sofort festgestellt wird. Dann kann die Produktion entsprechend verändert werden.

    GrüneWand® – Biotechnische Luftbefeuchtungsanlage Begrünte Innenraumwände

    Kategorie Architektur und Öffentlicher Raum

    Hersteller
    H+W Bewässerungs GmbH
    D-84364 Bad Birnbach
    www.haering-gruenplan.de
    Design
    Indoorlandscaping GmbH
    D-54295 Trier
    www.indoorlandscaping.com
    Vertrieb
    Art Aqua GmbH & Co.
    D-74321 Bietigheim-Bissingen
    www.artaqua.de

    Die „GrüneWand®“, – eine eingetragene Produktlösung –, regelt auf natürliche Weise das Raumklima, neutralisiert Schadstoffe, wie sie beispielsweise bei Luftbefeuchtern auftreten, bindet Staub und spart Energie.
    In der Regel wurzeln die Pflanzen bei Begrünungsprojekten im Boden und wachsen senkrecht nach oben. Hier dagegen werden die Pflanzen in eine vertikal stehende Wand gepflanzt. Die Klimaanlage aus der Natur gibt es in zwei Varianten: eine mobile und eine fest montierte Version.
    Bei den beweglichen Wänden, die als visuelle und akustische Raumteiler eingesetzt und beidseitig begrünt werden können, ist das Wasserreservoir in einem Edelstahlbehälter unter der grünen Wand untergebracht. Bei der festen Wand wird der Behälter entweder wie bei der mobilen Variante oder aber in einem Technikraum unterhalb der Wand verstaut, wodurch Wartungen unauffälliger durchgeführt werden können.
    Der Aufbau einer „GrünenWand®“ besteht aus einer Edelstahl-Unterkonstruktion und den stabilen Vegetationsplatten, die in einer Gärtnerei etwa 14 bis 18 Wochen mit Bodendeckern vorkultiviert werden. Über eine Zeitsteuerung werden Bewässerung, Verdunstung und damit in gewissem Umfang auch die Raumluftfeuchtigkeit geregelt. Wird die grüne Wand nicht mehr gebraucht, kann sie einfach kompostiert werden.

    Jury:
    Diese grüne Wand ist besonders reizvoll, weil man den Garten in die Vertikale bringt und auch in Gebäuden großflächig Grünpflanzen anbieten kann. Ein ökologisches und außerdem sehr ästhetisches, charmantes Produkt. Es ist nicht nur sinnvoll für die Gesundheit, sondern spielt auch eine psychologische Rolle. Es steigert das Wohlbefinden, reinigt die Luft, reduziert Schadstoffe und erhöht die Konzentrationsfähigkeit.

    850 kW Windenergieanlage


    Kategorie Energie- und Gebäudetechnik

    Hersteller
    Nordwind
    Energieanlagen GmbH
    D-17033 Neubrandenburg
    www.nordwind-energieanlagen.de
    Design
    Schumann
    Büro für industrielle Formentwicklung
    D-48167 Münster
    www.schumanndesign.de
    Vertrieb
    Nordwind
    Energieanlagen GmbH
    D-17033 Neubrandenburg
    www.nordwind-energieanlagen.de

    Die Windenergieanlage besitzt eine völlig neuartige Technologie der Energieübertragung. Dabei wird die Kraftübertragung an die Strom erzeugenden Aggregate nicht mehr wie bisher üblich über mechanische Getriebe gelöst, sondern über ein hydrostatisches Pumpensystem. Dieses versorgt zugleich auch andere Funktionskomponenten, wie beispielsweise die Drehantriebe.
    Dadurch entfallen viele Verschleißteile sowie interne Energieverbraucher. Das schont nicht nur die Ressourcen und spart Servicekosten, sondern vereinfacht das Handling der Technologie und reduziert die Geräuschbildung, während gleichzeitig der Wirkungsgrad erhöht wird. Dank des zweiflügeligen Rotorkonzeptes sind die Investitionskosten erheblich geringer als bei vergleichbaren Systemen, was den Einsatz der Windenergie fördert.
    Die innovativen Aspekte werden durch die Formensprache nach außen kommuniziert. So ist die Anlage kompakter und fügt sich besser in die Landschaft ein. Im Gegensatz zu den sonst sehr pragmatischen und konstruktiven Anlagen wirkt diese Windenergieanlage skulptural und emotional. Damit wurde eine Charakteristik gefunden, die bei allen Leistungs- und somit Größenvarianten der Produkte ein einheitliches Bild ergibt. Die atmosphärische Farbgebung verbindet sich mit den Farbtönen des Himmels und führt zu einer leichten Verschmelzung der beiden Wahrnehmungsebenen.

    Jury:
    Dieses Windrad zeichnet sich dadurch aus, dass es ein neues Getriebe besitzt, das auf hydraulischen Prinzipien aufbaut und insofern sehr viel effizienter, leiser und auch wartungsfreier funktioniert. Darüber hinaus hat sich die Firma auch über ästhetische Aspekte Gedanken gemacht, beispielsweise wie das Windrad durch seine Farbgebung unauffälliger in die Umgebung eingebunden werden kann.

    LED.next „Q64“ & „Q36“ – Deckenleuchtenfamilie

    Kategorie Beleuchtung

    Hersteller
    Nimbus Group GmbH
    D-70469 Stuttgart
    www.nimbus-group.com
    Design
    Werksdesign
    Dietrich Brennenstuhl
    www.nimbus-group.com
    Vertrieb
    Nimbus Group GmbH
    D-70469 Stuttgart
    www.nimbus-group.com

    Ziel war es, Archetypen für die neue LED.next-Technik zu schaffen. Diese von Nimbus entwickelte Technologie ist nicht nur ressourcenschonend, sondern spart gegenüber herkömmlichen Leuchten 50 bis 90 Prozent Energie und hält circa 25 mal länger. Und nach ihrer extrem langen Lebenszeit von etwa 50 000 Stunden Brenndauer sind die Leuchten vollständig recyclebar.
    Da es bei dieser innovativen Technologie keine maßliche Bindung mehr an Komponenten wie Fassungen und Leuchtmittel gibt, schafft dies einen völlig neuen gestalterischen Freiraum und ermöglicht ein hochästhetisches, puristisches Leuchtendesign. Zudem kann sie durch die sehr geringe Wärmeentwicklung in bisher nicht geeignete, hitzeempfindliche Materialien eingebaut werden.
    Die extrem flache, nur 10 Millimeter hohe Deckenaufbauleuchte besteht aus einem präzise gefrästen Acryldiffusor, welcher 36 beziehungsweise 64 kegelförmige Bohrungen aufweist, und einer mit smd-LED bestückten Platine. Die Kombination ist völlig neuartig und wurde zum Patent angemeldet. Die Deckenleuchten besitzen einfachste Technik, kommen mit einer ungefährlichen 24 Volt Schutzkleinspannung aus und haben nach dem Einschalten sofort die volle Lichtleistung.

    Jury:
    Die Anwendung von LEDs ist eine stromsparende Beleuchtungsmöglichkeit. Hier ist sie sehr ästhetisch umgesetzt, indem sie in Plexiglas integriert wird und mit minimalem Abstand zur Decke montiert werden kann. Eine schlichte, aber ästhetisch anspruchsvolle, energiesparende Beleuchtungslösung.

    e-motion – Zusatzantrieb für manuelle Rollstühle

    Medizin und Rehabilitation

    Hersteller
    Ulrich Alber GmbH
    D-74361 Albstadt
    www.alber.de
    Design
    Einmaleins
    Büro für Gestaltung
    D-88483 Burgrieden
    www.einmaleins.net
    Vertrieb
    Ulrich Alber GmbH
    D-74361 Albstadt
    www.alber.de

    „e-motion“ ist eine ideale Synthese aus fortschrittlicher, wirtschaftlicher und umweltschonender Rehabilitationstechnik, die Rollstuhlfahrern ein selbstbestimmtes und aktives Leben ermöglicht. Der nachrüstbare elektrische Zusatzantrieb für manuelle Rollstühle, der in den Radnaben integriert wird, verbindet aktive Mobilität mit therapeutischem Nutzen. Er unterstützt die Anschubbewegung des Rollstuhlfahrers, der in Bewegung bleibt und so seine Vitalfunktionen trainiert.
    Die Gesamtkonstruktion ist auf Haltbarkeit und mehrfachen Einsatz ausgelegt. Dank einer marktüblichen Steckachse und wenigen Befestigungsteilen kann der Zusatzantrieb mit fast allen manuellen Rollstühlen kombiniert sowie schnell und kostengünstig an den neuen Anwender und dessen Rollstuhl angepasst werden.
    „e-motion“ ist so konstruiert, dass er an seinem Produktlebensende mit einfachen Mitteln sortenrein zerlegt werden kann. Auf Einsatz von Verbundstoffen wurde verzichtet. Alle Kunststoffmaterialien können recycelt werden. Alle Elektronikbauteile sind in umweltschonender, bleifreier Technik ausgeführt und entsprechen bereits heute zukünftigen Standards. Dank neuartiger Wickeltechnologie enthält der Antrieb nur noch 35 Prozent der Kupfermenge des Vorgängermodells. „e-motion“ ist nicht nur effizienter sondern seine Akkus sind durch die für diesen Produktbereich völlig neu entwickelte Lithium-Ionen-Technologie wesentlich länger haltbar.

    Jury:
    Hervorragendes Produkt, weil nahezu jeder konventionelle Rollstuhl mit diesem dezenten, kleinen Elektroantrieb aufgerüstet werden kann. Eine exemplarisch gute Lösung für mitwachsende Produkte, Reduzierung von Bauteilen, von Komponenten und von Produkten. Und es sieht auch noch gut aus. Die Lebensqualität wird gesteigert, weil sich Rollstuhlfahrer damit leichter fortbewegen können. Man ist immer noch aktiv, auch wenn man vielleicht nicht mehr so kräftig ist.

    Catering Kitchen – Die mobile Küche

    Hausgeräte

    Hersteller
    Eisfink Max Maier GmbH & Co. KG
    D-71636 Ludwigsburg
    www.eisfink.de
    Design
    Pearl Creative GmbH
    Tim Storti, Christian Rummel, Max Maier
    D-71636 Ludwigsburg
    www.pearlcreative.com
    Vertrieb
    Eisfink Max Maier GmbH & Co. KG
    D-71636 Ludwigsburg
    www.eisfink.de

    Die mobile Küche kann flexibel und vielseitig vom Einzelmodul bis zur kompletten Küchenzeile verwendet werden. Dabei lässt sie sich sehr leicht auf- und abbauen. Alle Teile werden nur aufeinandergestellt und gesteckt verbunden – Schrauben oder zusätzliche Verbindungsteile entfallen.
    Dank der selbsttragenden Speisentransportbehälter konnte auf zusätzliche Rahmenkonstruktionen und Möbelelemente verzichtet werden, was den Materialeinsatz auf ein Minimum reduziert und Ressourcen schont. Zudem wurden ausschließlich hochwertige Materialien, wie leicht recyclebare Edelstähle und sehr belastbare Kunststoffe eingesetzt, die die „Catering Kitchen“ zu einem robusten und langlebigen System machen. Dafür sorgt auch das zeitlose Design: funktional, ästhetisch und schlicht.
    Mit den Küchenkomponenten aus Varithek®, Thermoplates® und Thermoport® werden in allen Bereichen der Zubereitung Energieverluste minimiert. Die aus dem patentierten Mehrschichtmaterial für optimale Wärmeübergänge Swissply® gefertigten Thermoplates® –Kochtöpfe in Gastronorm-Format – revolutionieren den Food-flow: lagern, kühlen, vorbereiten, kochen, grillen, transportieren und ausgeben aus einem Behältnis. Umfüllschritte entfallen, was den Reinigungsaufwand reduziert. Im Energiesafe Thermoport® werden die Speisen über lange Zeit wirkungsvoll warm oder kühl gehalten ohne zusätzliche Energie zu benötigen.

    Jury:
    Gelungenes Design. Es ist sehr schlicht, es ist durchdacht, die Modularität ist überzeugend und gleichzeitig kommt der ökologische Aspekt dazu, dass hier ein Sandwichmaterial eingesetzt wird, das von der Wärmeübertragung und von der Effizienz besonders gut ist. Sehr schlau und ausgezeichnet.

    Eva Solo – Reibeimer

    Küche

    Hersteller
    Eva Denmark A/S
    DK-2760 Måløv
    www.evasolo.com
    Design
    Tools®
    Claus Jensen & Henrik Holbæk
    DK- 2400 Kopenhagen NV
    www.toolsdesign.dk
    Vertrieb
    Eva Denmark A/S
    DK-2760 Måløv
    www.evasolo.com

    Der Reibeimer stellt die herkömmliche Reibe auf den Kopf und schafft eine völlig neue Funktionalität: er vereint zwei Produkte in einem. Werden Karotten, Gurken und Äpfel geraspelt oder Käse gerieben, fängt der Eimer das Reibgut – und selbst überschüssige Flüssigkeit – auf. Zudem lässt sich anschließend der Inhalt viel bequemer in Schüsseln und Töpfe umschütten.
    Der Reibeimer ersetzt die bei herkömmlichen Reiben notwendigen Schüsseln oder Teller. Somit muss nur ein Teil gespült werden, – ein ökologischer Fortschritt. Der Reibeimer ist aus Edelstahl und spülmaschinenfest.

    Jury:
    Wunderbares Beispiel für ein Kombi-Tool, wo man mehrere Dinge, die man in der Küche für eine Tätigkeit braucht, verbunden hat. Der Designer, der das gemacht hat, hat sehr gut geschaut, betrachtet und analysiert. Und hat dann eine sehr schlaue, sehr einfache Lösung gefunden. Das ist Design, das besser nicht sein kann.

    Emeco 20-06 Chair – Stapelstuhl

    Interior

    Hersteller
    Emeco
    Hanover, PA 17331
    USA
    www.emeco.net
    Design
    Foster + Partners Ltd.
    GB-London SW11 4AN
    www.fosterandpartners.com
    Vertrieb
    Möbelagentur Goeschen
    D-91058 Erlangen
    www.moebelagentur-goeschen.com

    In dem Stuhl verbinden sich fortschrittliche Technologie, originelle Geometrie, moderne Form, Liebe zum Detail und Sensibilität für ökologische Erfordernisse mit hoher Handwerkskunst. Der “Emeco 20-06” besteht aus recyceltem Aluminium, 80 Prozent davon stammt aus einer Mischung von Konsum- und Industrieabfall.
    Obwohl er extrem leicht ist, zeichnet er sich durch hohe Stabilität aus. Dank seiner schlichten, zeitlosen Form mit der ökonomischen, nahtlosen Silhouette ist er langlebig. Vorbild war der Navy® Chair, der für U-Boote im Zweiten Weltkrieg gemacht wurde. Der “Emeco 20-06” verkörpert die Essenz des Navy® Chair jedoch mit einer veredelten Struktur und einer modernen Anmutung.
    Der ultradünne Rahmen besteht aus gehärtetem Aluminium. Der ergonomisch geformte Sitz und Rücken sind handgeschweißt. Obwohl der leichtgewichtige Stuhl enorm stabil ist, braucht er 15 Prozent weniger Aluminium als der Original Navy® Chair.
    “Emeco 20-06” hat 40 Jahre Garantie und wie das Vorbild eine geschätzte 150-jährige Lebensdauer. Zehn Stühle lassen sich bequem übereinander stapeln.

    Jury:
    Ein Designklassiker, neu aufgelegt mit weniger Materialverbrauch und aus Recyclingmaterial – wunderbar. Ein schönes Beispiel, weil die Wandstärken hier wirklich auf ein Minimum reduziert wurden und das Material – Aluminium – Leichtigkeit vermittelt. Sehr hochwertig verarbeitet und die Schweißnähte überall sauber verputzt: ein schönes Objekt.

    Think – Arbeitsstuhl

    Objektmöblierung

    Hersteller
    Steelcase Werndl AG
    D-83026 Rosenheim
    www.steelcase-werndl.de
    Design
    Glen Oliber Löw
    Industrial Design
    D-20249 Hamburg
    www.glenoliverloew.de
    Vertrieb
    Steelcase Werndl AG
    D-83026 Rosenheim
    www.steelcase-werndl.de

    Bei der Entwicklung von „Think“ wurden die Umweltauswirkungen aller Phasen des Produkt-Lebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung über Produktion, Transport und Nutzung bis hin zu Recycling und Entsorgung – mit Hilfe einer Lebenszyklus-Analyse (LCA-ISO 14044) ermittelt und reduziert. Auf diese Weise konnte ein wirklich nachhaltiges Produkt entworfen werden.
    So wird er nicht nur zu 44 Prozent aus recycelten Materialien hergestellt, sondern lässt sich nach seinem Produktleben extrem einfach in nur fünf Minuten in seine Komponenten zerlegen, die wiederum zu 99 Prozent zu verwerten sind. Um den Transportaufwand zu reduzieren, werden die Stühle jeweils in der Nähe der Kunden in Europa, Asien und Nordamerika produziert. Der Stuhl wurde so designt, dass Abfälle, Energieverbrauch und Umweltauswirkungen möglichst gering sind. Damit ist „Think“, für den eine Umweltprodukterklärung (EPD= Environmental Product Declaration) erstellt wurde, über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg ein umweltschonender Stuhl.
    „Think“ denkt aber auch mit. So passt er sich intuitiv an den Körper und die Körperbewegungen an. Seine Rückenlehne gibt in Abhängigkeit von Gewicht und Arbeitsstil des Nutzers Halt. Er verfügt über einfache Bedienelemente. „Mein Komfort™“control bietet beispielsweise vier Möglichkeiten, den Schwingungsgrad der Rückenlehne einzustellen.

    Jury:
    Ein gut gestalteter Bürostuhl, der das Prinzip “von der Wiege bis zur Bahre” konsequent verfolgt. Er ist komplett zerleg- und recyclebar. Oberflächenbeschichtungen sind vermieden worden und das Aluminium wird nur poliert. Man produziert möglichst in Kudnennähe, was die Transportwege verkürzt. Ein umfassend ökologisches Produkt.

    growing table – Mitwachsender Kindertisch und Bank

    Kommunikation

    Hersteller
    Pure Position
    D-60327 Frankfurt
    www.growingtable.de

    www.pureposition.de
    Design
    Werksdesign
    Olaf Schroeder
    www.id-os.de
    www.growingtable.de
    Vertrieb
    Pure Position
    D-60327 Frankfurt
    www.growingtable.de

    Die Beine von Tisch, Hocker und Bank lassen sich dank eines unkomplizierten Schraubmechanismus mit nur drei Teilen auf vier verschiedene Höhen einstellen. So kann das mitwachsende Möbel-Set für Kinder ab zwei Jahren bis ins Jugendalter verwendet werden. Nicht nur der lange Nutzungszeitraum macht es nachhaltig sondern zudem bewirken die Konstruktion, die an historische robuste Bauernmöbel erinnert, und das schlichte, zurückhaltende Design eine visuelle Langlebigkeit.
    Volumige, leicht diagonal ausgerichtete Beine aus heimischer Buche massiv halten die 25 Millimeter starken Platten. Das macht die Möbel sehr stabil und gibt ihnen ihr typisches, sympathisches Aussehen. Tischplatte und Auflagen für Bank und Hocker bestehen aus klar lackierten Buche-Multiplexplatten in natur oder farbig gebeizt. Der Tisch besitzt Lochreihen, in die das Kind Bücherboard, Buchaufsteller, Zettel- oder Stiftebox stecken, beliebig anordnen und so selbst für Ordnung sorgen kann. Eine integrierbare Zeichenrolle lädt zur kreativen Beschäftigung allein oder zu mehreren ein.
    Produziert wird „growing table“ ausschließlich in Deutschland in einer Behinderten-Werkstatt. Hier werden alle Teile gefertigt, konfektioniert und ausgeliefert. Selbst die dazugehörigen Druckerzeugnisse stellt man in der Druckerei des Herstellers her. Damit wurde eine hohe Fertigungstiefe erreicht, die Wege und Ressourcen spart.

    Jury:
    Die ideale Lösung für ein Kind. Interessant ist das System mit den Beinen. Tisch, Bank und Hocker wachsen mit, können also lange verwendet werden. Ein sehr einfaches, ehrliches Produkt. Sehr schöne Idee: die verschiedenen Tools, die in die Tischplatte gesteckt werden können.

    Eva Solo Thermo Water Flask – Thermos-Wasserflasche

    Freizeit und Outdoor

    Hersteller
    Eva Denmark A/S
    DK-2760 Måløv
    www.evasolo.com

    Design

    Tools®
    Claus Jensen & Henrik Holbæk
    DK- 2400 Kopenhagen NV
    www.toolsdesign.dk

    Vertrieb

    Eva Denmark A/S
    DK-2760 Måløv
    www.evasolo.com

    In die Thermos-Wasserflasche kann man kaltes Wasser füllen und beispielsweise auf Ausflügen oder Reisen mitnehmen. Dank einer im Deckel integrierten Schlaufe lässt sich die Flasche ganz bequem am Handgelenk tragen. Damit hat man unterwegs immer eine kühle Erfrischung dabei.
    Hinter der Thermos-Wasserflasche steckt die Idee, den Gebrauch von Kunststoff-Wasserflaschen, wo es möglich ist, zu ersetzen. Außerdem wird das Wasser über eine lange Zeit auf angenehm kühler, erfrischender Trinktemperatur gehalten.
    Die Wasserflasche besteht aus doppelwandigem Edelstahl und ist damit eine echte Thermosflasche. Sie ist spülmaschinenfest, lediglich der Schraubdeckel mit Riemen muss von Hand gespült werden.

    Jury:
    Sehr schöne Alternative zur Kunststoffflasche. Vielleicht führt sie auch dazu, dass Leute weniger Wasser in Kunststoffflaschen kaufen und es lieber direkt aus dem Wasserhahn mitnehmen. Wunderschöne Interpretation einer Flasche, klare Form. Einfacher geht es gar nicht. Und ein langlebiges Material – Edelstahl.