Face to Face – Malaysia und Deutschland
Internationaler Event zu Grafik-Design zum fünften Mal in Folge im Design Center Stuttgart
Mit Malaysia als Partnerland veranstaltete das Design Center Stuttgart vom 10. bis 12. März 2005 die renommierte Konferenz zu Grafik-Design. Der bedeutende Event findet jährlich mit einem wechselnden internationalen Partner im Stuttgarter Haus der Wirtschaft statt. Erstmalig standen sich jetzt professionelle Gestalter und Auftraggeber aus Deutschland und einem außereuropäischen Land gegenüber. Die enge Kooperation zwischen dem Design Center Stuttgart und dem malaysischen Partner Pertubuhan Wakaf Reka Grafik Malaysia WREGA sorgte mit Konferenz und Ausstellungen für ein abwechslungsreiches Programm, das auch in diesem Jahr wieder dem Motto „For a better understanding between client and designer” treu blieb.
F2F5 Konferenz
Im Mittelpunkt stand die zweitägige Konferenz, die dialogorientiert wie immer nicht nur die zahlreichen Referenten aus beiden Ländern zu Wort kommen ließ, sondern in gleichem Maße Networking und Kontakte unter den Teilnehmern ermöglichte. Die Vielfalt der Themen setzte bewusst auf Kontraste. So erlebten die Teilnehmer nicht nur die Global Player unter den Auftraggebern und Designbüros, sondern auch Unternehmen und Dienstleister, die mit unkonventionell und höchst innovativen Produkten im Markt agieren: Zum Beispiel mit dem virtuellen Friedhof für Pelztiere, gestaltet von Fork Unstable Media für NOAH Menschen für Tiere e.V. Oder mit logstoff.com, einer neuen Taschenmarke, die den Besitzern exklusiven Zutritt zu einer Internetgemeinschaft verschafft und eine entsprechende Kommunikationsstrategie notwendig macht.
Aus Malaysia reisten unter anderem an: Kamil Yunus vom Büro Freeform Design mit dem Auftraggeber Dewan Filharmonik Petronas, dem renommierten Malaysian Philharmonic Orchestra. Das Büro Chimera fokussierte darauf, eine asiatische Marke zu entwickeln: eine enorme Herausforderung, wenn man an die kulturelle und religiöse Vielfalt Asiens denkt. Allein in Kuala Lumpur leben Malaysier und Menschen indischer und chinesischer Abstammung, Muslime, Hindus, Buddhisten und Christen auf engstem Raum. Der jährliche Appell der Face to Face „Meet new impulses in graphic design” wurde 2005 besonders vielseitig eingelöst.
F2F5 Lounge
Neben Vorträgen und Diskussionen bildete die Face to Face Lounge den Mittelpunkt der Konferenz, die zentrale Anlaufstelle für Teilnehmer und Referenten. Hier traf sich, wer den Austausch suchte, neue Kontakte anbahnen mochte und bestehende vertiefen wollte. Nicht alles wurde dem Zufall überlassen, und so installierte das Design Center Stuttgart wieder den „Face-it! Chatroom”, in dessen Umfeld gezielt und themenorientiert debattiert wurde.
Corporate Design Award 2004
Der vom Kommunikationsverband ausgelobte Corporate Design Award wurde im Rahmen des Konferenzprogramms verliehen. Die Präsentation der Wettbewerbsergebnisse zeigte herausragende Arbeiten aus dem deutschsprachigen Raum.
Begleitausstellungen
Schließlich wurde Face to Face 5 von mehreren Ausstellungen begleitet, die dem Konferenzgeschehen den passenden Rahmen, interkulturellen Bezug und internationalen Pfiff geben.
- Man & God
Eigens aus Malaysia angereist war die Posterausstellung „Man & God”, die auf einer Initiative des malaysischen Studios Trinity Visual Communications (3nity) beruht. Die Ausstellung gastierte erstmals in Europa, nachdem sie zuvor in Kuala Lumpur, Penang, Singapur und New York zu sehen war. Das Studio 3nity bat Designer und Künstler aus der ganzen Welt, sich angesichts von Naturkatastrophen und Seuchen, von politischen und religiösen Unruhen mit der Frage nach der Existenz eines Gottes auseinanderzusetzen.
- Mosque meets Face to Face
Das jüngste Fotografie-Projekt von Jochen Gewecke zeigte Einblicke in die Yavuz Sultan Selim-Moschee in Mannheim. Seine Bilder reflektierten einen Ort für Gebete, Stille und Begegnung, der seine ureigene kulturelle Prägung besitzt.
- 16. BFF Förderpreis & Reinhard-Wolf-Preis 2004 und
- 16. Kodak Nachwuchs Förderpreis
Von deutscher Seite wurden außerdem vom BFF Bund Freischaffender Foto-Designer und seinen Kooperationspartnern die besten Hochschularbeiten im Bereich Fotografie gezeigt. Um den hochdotierten Nachwuchspreis bewarben sich in diesem Jahr 138 Absolventen aus aller Welt. Die Ausstellung zeigte zusätzlich die Ergebnisse des Kodak Nachwuchs Förderpreises, mit dem junge Fotografen ermutigt wurden, eine bereits begonnene Arbeit über ein Stipendium engagiert fortzusetzen.



