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  • Duravit AG, Hornberg

    Von charismatischen Ideengebern

    Franz Kooks -  durchaus eleganten – Schuhe gefielen Philippe Starck nicht. Und er machte daraus keinen Hehl, lautstark in aller Öffentlichkeit bei der Präsentation der Serie Starck X. Franz Kook, Vorstandsvorsitzender von Duravit, nahm es mit Humor. Er könnte noch viele solcher Geschichten erzählen. Diese Szene zeigt den Charakter und zugleich die Stärke der Duravit-Design-Kooperationen: eine ganz persönliche Art der Zusammenarbeit.

    Den Designern lässt man bei Duravit sehr viel Freiraum, weil gerade daraus, so Franz Kook, die größte Kreativität und die unkonventionellsten Ideen entstehen. Oftmals stellen neue Design-entwicklungen dann große, unüberwindbar scheinende Herausforderungen an die Produktion. Wenn das aber gelöst werden kann, bringt es das Unternehmen stets einen Schritt weiter. „Die Designer bringen uns letztlich dazu, die Grenzen des technisch Machbaren immer weiter nach hinten zu verschieben”, erklärt Franz Kook.

    Die Geschichte von Duravit in Hornberg im Schwarzwald beginnt schon sehr früh: 1817 gründet Georg Friedrich Horn eine Steingutfabrik, die bis 1842 ausschließlich Steingutgeschirr herstellt. 1905 beginnt man, „sanitäre Spülwaren” aus Hartsteingut zu produzieren, die unter dem Namen „Duraba” weltweit vertrieben werden. Erst 1912 wird die Produktion des Steingutgeschirrs – heute unter Sammlern hochgeschätzt – eingestellt. Ab 1950 beginnt die Umstellung auf Sanitärkeramik. Zehn Jahre später bekommt das Unternehmen den heutigen Namen „Duravit”. Die konsequente Designpolitik und die Eroberung des Bades durch Design beginnt 1987, als Duravit zusammen mit Dieter Sieger die erste Designserie namens „Giamo” herausbringt.

    Für Franz Kook spielt bei der Auswahl eines Designers dessen Stil eine entscheidende Rolle: „Jeder aus der Duravit-Design-Familie vertritt eine ganz eigenständige Stilrichtung – was auch wichtig ist, um den unterschiedlichen Geschmack unserer Endkunden befriedigen zu können.”

    Design wird jedoch nicht einfach auf das Unternehmensimage „aufgesattelt”, sondern langfristig, konsequent und glaubwürdig verfolgt. Design ist mit ihm quasi verschmolzen und wird nach innen und außen gelebt. Das zeigt auch das neue Firmengebäude in Hornberg, entworfen von Philippe Starck und 2004 eröffnet, mit Büro- und Schulungsräumen sowie Badausstellung und Bädern zum Probebaden.

    Die ehemalige Keramik-Manufaktur hat sich zur internationalen Firmengruppe entwickelt und ist zu einem Weltunternehmen geworden. Heute ist das Bad vom Image der Nasszelle befreit und Duravit ist zum Trendsetter für innovatives Bad-Design geworden. Inzwischen operiert das Unternehmen in über 80 Ländern mit 24 Beteiligungsgesellschaften auf allen Kontinenten und setzt bei der Internationali-sierungsstrategie auf lokale Präsenz und kontinuierliches Wachstum.

    www.duravit.de