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  • Ausstellungsreihe Ein( )sichten: Produkte aus Wacholder

    Besucher im Design Center Stuttgart erlebten ausführlich die verschiedensten Produktwelten, die dank und zugunsten der Pflege der Kulturlandschaft Wachholderheide auf der Schwäbischen Alb entstanden sind: Funktionale Gegenstände für den Haushalt aus Wacholder-Holz in Kombination mit anderen Materialien und Lebens- und Genussmittel sowie Wellnessprodukte spiegeln die Vielseitigkeit des Holzes, der Beeren und der Wachholdernadeln wider. Was früher nach dem Ausholzen als Abfall verbrannt wurde, findet jetzt größtenteils eine sinnvolle Nutzung.

    Vorbei sind die Zeiten, in denen Wacholder lediglich als Würze für Soßen, Marinaden und Sauerkraut bekannt war! Damit auch die Vermarktung der innovativen, regionaltypischen Produkte gelingt und albwacholder nicht in der ambitionierten aber häufig belächelten Öko-Ecke verkommt, informieren professionell gestaltete Broschüren über Projekt und Produkte. So reicht dann das Spektrum der ausgestellten Exponate von Grafik- über Produkt-Design bis hin zu detaillierten Informationen über den Rohstoff als solchen. Gehobelt, gefräst und gedrechselt erhält das Wacholderholz neue Wertschätzung.

    Die Initiative albwacholder trägt dazu bei, dass die Wacholderheiden als wertvolles Natur- und Kulturerbe der Schwäbischen Alb bewahrt werden können. Die nachhaltige Pflege der Kulturlandschaft wird unter anderem durch PLENUM – Projekt des Landes zur Erhaltung und Entwicklung von Natur und Umwelt – im Landkreis Reutlingen und durch andere baden-württembergische Initiativen gefördert. Ehrenamtliche Helfer und Umweltorganisation setzen vielfältige Maßnahmen zum Schutz der Wacholderheiden ein.

    Die Ausstellung zeigte alles über den Wacholder: Die Ursprünge dieser Kulturlandschaft, die Probleme und massiven Gefährdungen der Gegenwart und ergriffene Gegenmaßnahmen zum Erhalt dieses Markenzeichens der Schwäbischen Alb. Auch die aktuellsten Entwicklungen des Biosphärengebietes Schwäbische Alb mit seinem Herzstück, dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen, lernten Besucher der Ausstellung kennen. Am Eröffnungsabend am 6. Februar standen Münsingens Bürgermeister Mike Münzing und der erste Landesbeamte des Landkreises Reutlingen, Jürgen Stede, Rede und Antwort.