• Design 1st Beratung
  • Design Bibliothek
  • Online-Adressen
  • Service Seite
  • Über uns
  • Mia Seeger Stiftung
  • Andreas Stihl AG & Co. KG, Waiblingen

    Alle Männer lieben Contra

    Andreas Stihl gründet 1926 in Stuttgart die A. Stihl Maschinenfabrik. Dort werden zunächst Vorfeuerungsanlagen und Waschmaschinen gefertigt. Zuvor ist der Maschinenbau-Ingenieur auch als Sachverständiger für Dampfmaschinen tätig, die damals häufig in Sägewerken eingesetzt sind. Er erlebt, wie hart die Arbeit dort ist, weil die Baumstämme zu den stationär montierten Sägen gebracht werden müssen. Und kommt auf die Idee, eine tragbare Motorsäge zu entwickeln. Das ist 1923.

    Seine erste Motorsäge mit Elektromotor von 1926 ist 46 Kilogramm schwer und bringt sechs PS Leistung. Sie wird auf sogenannten Ablängplätzen eingesetzt – dort werden Stämme in Stücke geschnitten – und muss von zwei Männern bedient werden. Mit ihr beginnt sich die Forstarbeit zu vereinfachen.

    Über die Jahre werden die Motorsägen von Stihl ständig weiterentwickelt. Automatische Kettenschmierung, Fliehkraftkupplung oder Sägekette sind nur einige der Innovationen, die die Arbeit im Wald leichter und sicherer machen.

    1950 bringt Stihl die weltweit erste Einmann-Benzinmotorsäge mit schwenkbarem Vergaser auf den Markt. Mit ihren 16 Kilogramm ist sie fast schon ein Leichtgewicht. Durch ihren Schwenkvergaser kann die Säge sowohl zum Fällen als auch zum Ablängen eingesetzt werden. Aber erst der im Flugzeugbau entwickelte lageunabhängige Membranvergaser ermöglicht es, die Motorsäge in allen Arbeits-positionen einzusetzen, ohne dass der Vergaser manuell geschwenkt werden muss. Das führt zur Entwicklung der heute gebräuchlichen Ein-Mann-Motorsäge (EMS) am Ende der 1950er Jahre.

    1959 kommt Contra. Mit ihr setzt sich die Motorisierung der Waldarbeit auf der ganzen Welt endgültig durch. Denn Contra ist „die erste wirklich konkurrenzfähige getriebelose Motorsäge auf dem Markt”, so Hans Peter Stihl, Sohn von Andreas Stihl und heutiger Firmenchef. Mit ihren nur 12 Kilogramm Gewicht und sechs PS Leistung wird Contra so beliebt, dass sie sich allein in den ersten beiden Jahren 200 000 Mal verkauft. Es müssen eigens Frachtflugzeuge gechartert werden, um die große Nachfrage vor allem aus den USA und Kanada, wo sie wie ein Blitz einschlägt, – dort heißt sie übrigens „Lightning” (Blitz) – zu erfüllen. Und zwölf Jahre später ist Stihl sogar die meistverkaufte Motorsägenmarke weltweit.

    Contra revolutioniert und prägt bis heute das Aussehen und die Ergonomie der bis dato gebauten Motorsägen. Sie besitzt statt der bisher gebräuchlichen Spitzzahnkette eine Hobelzahnkette. Dadurch kann sie wesentlich schneller schneiden, was die Arbeitsproduktivität deutlich erhöht.

    Bei Stihl folgen weitere zukunftsweisende Innovationen. So kommt 1964 das Antivibrationssystem auf den Markt. Damit lassen sich Vibrationen abschwächen. Denn durch diese kann es bei den Waldarbeitern immer wieder zu Durchblutungsstörungen kommen – eine auch als „Weißfinger-krankheit” bezeichnete Berufskrankheit.

    1972 kommt die Kettenbremse Quickstop, die die Sägekette beim Hochschlagen der Motorsäge sekundenschnell zum Stillstand bringt, und ein Jahr später beheizbare Griffe für händeschonendes und sicheres Arbeiten bei Kälte. 1988 bringt Stihl die weltweit erste Zweitakt-Motorsäge mit Katalysator heraus. Dieser reduziert die schädlichen Kohlenwasserstoffe im Abgas um bis zu 80 Prozent.

    Mit der MS 441 startet Stihl 2006 eine neue Motorsägen-Generation, die durch mehr Leistung, niedriges Gewicht, Umweltfreundlichkeit, Wirtschaftlichkeit und Komfort hervorsticht.  Sie erfüllt bereits die strengen EU-Abgasnormen von 2012, verbraucht 20 Prozent weniger Kraftstoff. Vibrationsarme Handgriffe kombiniert mit stoßgedämpfter Vergaseraufhängung und Komfort-Sägekette minimieren Vibrationen auch bei hohen Drehzahlen, was für eine spürbare Arbeitserleichterung sorgt.

    Heute ist Stihl die Nummer eins der Motorsägenmarken Das Unternehmen ist in über 160 Ländern vertreten und macht über 80 Prozent des Umsatzes auf internationalen Märkten. Dennoch ist Stihl ein Familienunternehmen geblieben und steht gleichermaßen für Innovation, schwäbischen Tüftlergeist, deutsche Markenqualität und einen umfassenden Service. Und angefangen hat es mit einer Revolutionärin – mit Contra.

    www.stihl.de